Forschungsprojekte

Wir entwickeln und beauftragen eigene Forschungsprojekte und beteiligen uns an Forschungsvorhaben anderer Organisationen, die wir in Zusammenarbeit mit Universitäten, Instituten und Experten durchführen.


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AKTUELL HABEN WIR DIE ERGEBNISSE ZU FOLGENDER STUDIE VORLIEGEN:

Studie zur Bewertung von nachhaltigen Kapitalanlagen 
in Zusammenarbeit mit der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. Heidelberg und der Universität Erfurt.


IST WIRKLICH DRIN WAS DRAUFSTEHT?

Wir brauchen ein Qualitäts-Siegel für nachhaltige Geld-Anlagen

Jedes Auto braucht in Deutschland einen TÜV-Stempel, jeder Haartrockner das CE-Abzeichen und bei Lackfarben hat sich der ‚blaue Engel’ beim Konsumenten als Gütesiegel inzwischen fest etabliert, doch wenn es um nachhaltige Anlagen bei unserem Geld geht, kann keiner prüfen ob wirklich drin ist was draufsteht. Dabei möchten so viele Menschen ihr Geld nachhaltig anlegen. Wenn es schon kaum noch Zinsen gibt, dann möchte man wenigstens mit seinem Geld eine gesunde Umwelt erhalten, die Energiewende vorantreiben und fairen Handel fördern.

Doch es geht schon los bei einer einheitlichen und vor allem verbindlichen Begriffsdefinition. Eine neue Studie der Evangelischen Forschungsgemeinschaft FEST fand heraus, das sogar Ratingagenturen und Indizes, die von sich behaupten nur nachhaltige Finanzanlagen zu bewerten, weit davon entfernt sind, dies transparent zu tun und einem verbindlichen Standard zu unterwerfen.

Was ist eigentlich nachhaltig? Und ist eine Geldanlage auch dann noch nachhaltig, wenn z.B. Nachhaltigkeitsfonds Teile der angelegten Gelder in Landwirtschaftsprojekte investieren, bei denen Arbeiter als Tagelöhner beschäftigt und bezahlt werden, bei denen Saatgut von Monsantos benutzt wird oder die auch Brand-Rodungen zur Gewinnung von Farmland nutzen? Kann man unbedenklich sein Geld in Offshore Windparks stecken, deren Strom nicht verteilt werden kann, weil unsere Politiker die Weiterleitungs-Trassen versäumt haben oder kann man Sein Geld Fonds anvertrauen, die in technische Entwicklungen investieren, die vorwiegend militärisch genutzt werden?

Besagte Studie, hat sich genau mit diesem Thema beschäftigt und festgestellt: „das nachhaltige Investment umfasst ökologische, soziale und ethische Kriterien unter Einbeziehung ökonomischer Gesichtspunkte“. Doch mit welcher Gewichtung diese Aspekte in eine Bewertung einfließen und welchen Rang sie vor den klassischen Kriterien wie Sicherheit, Rentabilität und Liquidität haben, wird von den Ratingagenturen entweder gar nicht oder nur lückenhaft offengelegt.

Die Forscher fassen in ihrer 105 Seiten langen Studie, die auch eine Detail-Analyse von jeweils 20 Nachhaltigkeits-Ratingagenturen und Indizes beinhaltet und sich daher auch gut als Nachschlagwerk für den privaten Anleger eignet, ihr Ergebnis so zusammen:

Vorsicht, es ist nicht immer drin was draufsteht. Wir brauchen dringend den ‚blauen Engel’ für nachhaltige Finanzprodukte und das am besten europaweit und erteilt von einer unabhängigen staatlichen Stelle.

Und eine zusätzliche Erkenntnis wird die nachhaltigen Anleger freuen, denn wer nachhaltig anlegt, dem wird mehr Interesse und ein größeres Informationsbedürfnis unterstellt. Mit anderen Worten: gerade bei nachhaltigen Anlagen ist der Anleger selber gefordert nachzuprüfen, Fragen zu stellen und nicht locker zu lassen, um zu erfahren was genau mit seinem Geld geschieht, wenn er es einem Nachhaltigkeitsfonds zur Verfügung stellt.

PUBLIKATIONEN ZUM THEMA:

Grüne Geldanlage: Brauchen wir ein Gütesiegel für Ökofonds?
Nachhaltige Geldanlage: Ist wirklich drin was draufsteht?

Hier geht es zu weiteren Publikationen

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DIE STUDIE KANN MAN KOSTENLOS VON UNSERER WEBSEITE HERUNTERLADEN:

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WIR ARBEITEN WEITERHIN AN FOLGENDEN THEMEN:

Studie zur Governance von nachhaltigen Projekten Finanzierungsmöglichkeiten und –strukturen von Innovationen Neue Währungsmodelle und Komplementärwährungen Neue Bankmodelle